Gebackene Fetawürfel mit Kirschpesto

17. August 2017

Ihr Lieben, 
es ist mal wieder soweit: nachdem unsere Aktion "Das ultimative Pestoding" im Juli tatkräftige Unterstützung bekommen hat, warten heute neun verschiedenen Ideen darauf, von euch entdeckt und ausprobiert zu werden.
Vielleicht erinnert ihr euch, dass ich mich im Juni an einer Pestoversion mit Erdbeeren versucht hatte? Das Ergebnis hat mich leider nicht überzeugen können und deshalb habe ich mich für diesen Monat an ein weiteres, fruchtiges Pesto gewagt.

Das Rezept dazu, habe ich bei Jens von "gekleckert" entdeckt. Sein Kirschpesto hat mich so neugierig gemacht, dass ich mutig genug war, erneut zu experimentieren.
Dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht! Zwar ist das Kirschpesto rein optisch eines der "weniger ansprechenden" Pestos, geschmacklich jedoch ist es eine Wucht. 
Ganz vorsichtig habe ich den ersten Löffel mit spitzer Zunge probiert, bloß um ihn wenig später genüsslich abzuschlecken. Sehr, sehr lecker! Probiert es unbedingt einmal aus. 
Jens' Rezept habe ich lediglich durch ein Schlückchen trockenen Sherry ergänzt. Und hier kommt es auch schon:

Das ultimative Pestoding im August

Zutaten für das Pesto:
  • 50g getrocknete, entsteinte Sauerkirschen
  • 30g getrocknete Tomatenscheiben
  • 50ml Sherry
  • 50ml Wasser
  • 25g Pinienkerne
  • 30g Parmesan
  • 1/4 Knoblauchzehe
  • Salz
  • Chili (oder Cayennepfeffer)
  • 50ml Olivenöl 

außerdem:
  • Feta (aus Schaf- und Ziegenmilch) 
  • etwas Mehl 
  • 1 Ei 
  • Paniermehl (Semmelbrösel)
  • Öl oder Butter zum Ausbacken 
  • frischer Thymian zum Bestreuen 

Tomaten zerkleinern und zusammen mit den Kirschen in 50 ml Sherry plus 50 ml Wasser aufkochen. Anschließend vom Herd nehmen und bei geschlossenem Deckel 10 Minuten ziehen lassen. Auf einem Sieb abgießen. Pinienkerne ohne Fett in einer Pfanne hellbraun rösten. Parmesan reiben, ein kleines Stück Knoblauch hacken.
Alle Zutaten bis auf 25ml Olivenöl in einen Zerkleinerer geben und cremig pürieren. Mit Salz und etwas Chili würzen. Zum Schluß das restliche Olivenöl untermischen.

Den Feta habe ich in kleine Quadrate geteilt, in Mehl gewendet und doppelt paniert, also 2x hintereinander durch geschlagenes Ei gezogen und in Paniermehl gewendet. Nicht zu heiß in Öl oder Butter von allen Seiten knusprig braten.
Der Feta schmeckt warm, aber auch sehr gut kalt zum Kirschpesto. Wer auf die Panade verzichten mag, kann den Feta im Ofen backen oder pur belassen und das Pesto dazu genießen. Dazu gebe ich gerne noch einige Kirschen und etwas frischen Thymian.

Alternativ schmeckt das Pesto natürlich, wie fast jedes Pesto, auch auf Baguette oder zu Pasta. Hier würde ich die Vollkorn- oder Dinkelvariante wählen, das Pesto verträgt einen "starken Mitspieler".

Das ultimative Pestoding im August


Und hier gibt es acht weitere, köstliche Pesto-Ideen:

Das ultimative Pestoding
 

Zucchini-Auflauf mit Hackfleisch

15. August 2017

Nachdem ich Ende Juli tatsächlich alle reifen Zucchini in unserem Garten für meine "schnabulöse Zucchini-Woche" geerntet hatte, wächst nun die nächste Generation heran und wartet darauf, von uns gegessen zu werden. Eigentlich wollte ich euch nach sieben Zucchini-Rezepten in dieser Saison kein achtes mehr zumuten, aber der Auflauf vom Wochenende ist einfach zu lecker gewesen, um ihn nicht mit euch zu teilen.
Auch unsere Tomaten gedeihen prächtig und wir konnten unseren Vorrat an Sauce und passierten Tomaten ordentlich auffüllen. Die Kombination aus Zucchini und Tomate ist für mich Sommer pur und wird lediglich durch die Beigabe von Hackfleisch noch ein klitzekleines bisschen besser *lach.
Ein Foto des herrlich bunten Ratatouille-Auflauf von Gaumenpoesie hat mich übrigens zu meiner Zucchini-Hack-Anordnung inspiriert und das Ergebnis passte wunderbar zu einem viel zu kalten Augusttag.

Zucchiniauflauf mit Hackfleisch

Schokokuchen für Kinder

13. August 2017

In der vergangenen Woche hatte ein ganz besonderer, kleiner Mensch Geburtstag und wenn man vier Jahre alt wird, hat man durchaus Wünsche. Zum Beispiel, welchen Kuchen es für die Gästeschar geben soll:
"Ich wünsche mir drei Kuchen. Einen Erdbeerkuchen, einen Schokokuchen und einen grünen Kuchen mit einer Schildkröte im Wasser und einer auf den Steinen."
Den Erdbeerkuchen bekommen wir Anfang August gerade noch so mit frischen Erdbeeren gebacken, der Schokokuchen stellt im Hause Soulfood überhaupt kein Problem dar. Kuchen Nummer drei habe ich aus Gründen (Mangel an Talent, Geduld und die Angst in irgendeiner Top 10 der größten Torten-Fails zu landen, um nur drei zu nennen) abgelehnt und einer anderen Tante überlassen. 
Beim Schokokuchen habe ich mich richtig ausgetobt, denn ein Kindergeburtstag erlaubt alles, was das Gummibärchen- und Schokolinsenregal auf Lager hat.
Als Grundteig habe ich mein Rezept für Rotweinkuchen mit Traubensaft abgewandelt.

Bunter Kuchen zum Geburtstag

Sommerlicher Kartoffelsalat mit Bratkartoffeln

7. August 2017

Zusammen mit der Sonntags-Zeitung, flattern immer diverse Prospekte ins Hause Soulfood. Gestern konnte ich mich über so manch ein "Angebot" nur wundern. Neben erschreckend vielen Einhorn-Produkten (ich sage bloß Einhorn-Toilettenpapier mit Zuckerwatte-Duft), werden auch die Tomaten aus Holland, Paprika aus Ungarn und Gurken aus Belgien sicherlich nicht in meinem Einkaufskorb landen. Kein Monat bietet nämlich eine so regionale Gemüse-Vielfalt, wie der August. Mal davon abgesehen, dass wir diese drei Sorten selbst im Garten ziehen, gibt es viele Märkte und Läden, in denen man aktuell herrlich frisches Gemüse von Bauern aus der Gegend einkaufen kann. Achtet einfach mal darauf.
Und wenn ihr euch dann ebenfalls für Paprika, Tomaten und Gurken entschieden habt, fehlen nicht mehr viele Zutaten für das heutige Rezept.
Ich habe einen sommerlichen Kartoffelsalat für euch vorbereitet, da ich die Kartoffel in den warmen Monaten viel zu oft missachte. Zum Grillen gibt es meistens Ofengemüse, Nudel-, Reis, oder Blattsalat, aber nie Kartoffelsalat. Das kann ich so nicht stehen lassen! Denn auch die Kartoffel gibt es gerade frisch und gemeinsam mit den anderen Sommergemüsen, passt sie wunderbar in die warme Jahreszeit.

Sommerlicher Kartoffelsalat

Schnell und einfach: Karottenbrot ohne Hefe

4. August 2017

In sehr wenigen Situation würde ich mich als "typisch deutsch" bezeichnen. Bei mir muss nicht immer alles perfekt sein, ich werde nie einen Preis für Ordentlichkeit erhalten und mir ist Weniges richtig peinlich. Eine deutsche Vorliebe ist jedoch die für unsere Brotvielfalt. Besonders die kernigen Vollkornbrote vermisse ich recht schnell, wenn ich in anderen Ländern unterwegs bin. 
In Schottland haben mich zum Frühstück immerhin die fluffigen Crumpets und große Mengen gebackener Bohnen über die kleine Brotauswahl hinweg getröstet; in Irland habe ich das "soda bread" für mich entdeckt. Es kommt völlig ohne Hefe aus und ist ratzfatz gebacken.
Wer gerne Roggen-, Schwarz- und Sauerteigbrote isst, wird jetzt wahrscheinlich die Nase rümpfen. Mit hoher Brotbackkunst hat das soda bread nämlich nichts gemeinsam. Trotzdem esse ich es gerne und probiere immer wieder neue Variationen aus. Meine aktuelle Lieblingsversion möchte ich heute mit euch teilen.

Karottenbrot - Jankes Soulfood

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