Mittwoch, 24. August 2016

Selbstangesetzter Zwetschgenkern-Likör

Eigentlich wollte ich bei der aktuellen Runde von "Wir retten, was zu retten ist" aussetzen und Sommerurlaub machen. Das Thema "Sirup und Liköre" fand ich zwar spannend, konnte mich aber nicht so richtig aufraffen, aktiv zu werden.

Am vergangenen Sonntag stolperte ich dann rein zufällig über eine Flasche Zwetschgenkernlikör, den wir 2015 angesetzt und abgefüllt hatten. Ratzfatz hatte ich ein Gläschen eingeschenkt und Sekunden später stand fest: ich rette mit! Mannomann, ist der inzwischen lecker geworden.
Keine Angst, ihr müsst jetzt kein Jahr warten, bevor ihr ebenfalls euer Likörchen genießen könnt, es sind lediglich 4 Monate. Halb so schlimm, oder?! Und merkt ihr etwas? In 4 Monaten von heute an... ist Weihnachten. Da schmeckt das erste Gläschen gleich nochmal so gut.
Oder ihr verfeinert einen köstlichen Kuchen mit eurem Likör, der einem Amaretto im Geschmack sehr nahe kommt. Dieser wird übrigens vorwiegend aus Aprikosenkernen hergestellt und nur selten aus Bittermandeln.

Das Rezept, das ihr unten seht, haben wir vom polnischen Nachbarn meines Opas. Es ist super einfach und einmal angesetzt, macht sich der Zwetschgenkernlikör quasi von alleine. Eure schwierigste Aufgabe: die Zwetschgen futtern, damit ihr die Kerne verwenden könnt.

Alle Infos zu Susis und Sinas Aktion "Wir retten, was zu retten ist" findet ihr auf unserer gemeinsamen Facebookseite (klick). Die Links zur heutigen Rettung gibt es wie immer am Ende des Beitrages.

Zwetschgenkernlikör

Zwetschgenkernlikör ansetzen

Zutaten:
  • 400ml Zwetschgenkerne
  • 200g brauner Kandiszucker
  • 700ml Wodka (40%)
  • 1/2 Vanilleschote ohne Mark
  • 1 große Glasflasche mit weiter Öffnung

Es folgt das kürzeste Rezept seit Bestehen dieses Blogs:

Gebt die Kerne zusammen mit dem Zucker und der Vanilleschote in eine saubere Glasflasche und gießt den Wodka dazu. Bitte beachtet unbedingt, dass die Kerne vollständig sind und keine Risse oder Absplitterungen haben! Flasche gut verschließen und die Mischung 4 Monate bei Zimmertemperatur ziehen lassen.
Anschließend den Likör durch einen Kaffeefilter gießen und in dekorative Flaschen füllen. In Maßen genießen ♥ Und? Mit wem darf ich an Weihnachten 2016 virtuell anstoßen? Seid ihr dabei? Ich freu mich schon darauf.

Bis dahin empfehle ich euch einen Blick in die vielseitigen Beiträge meiner Mitretter:

The Apricot Lady - Rotweinlikör 
Pane-Bistecca - Himmelbrum-Vanille-Sirup
lieberlecker - Ingwer Limetten Sirup 
Unser Meating - Johannisbeersirup 
Summsis Hobbyküche - Roter Johannisbeerlikör  
Brittas Kochbuch - Himbeersirup
Leberkassemmel und mehr - Longan-Likör 
Auchwas - Sirup "Bro-Ma-Ro-Zi" 
1x umrühren bitte aka kochtopf - Eicello
Prostmahlzeit - Limoncello 
Sakriköstlich - Chai-Sirup 
Fliederbaum - Waldlikör 
Barbaras Spielwiese - Pfefferminzsirup 
multikulinarisches - Rotklee-Sirup  
münchnerküche - Zitronen-Thymian-Sirup 
Katha-kocht! - Zitronenmelisse-Sirup 
thecookingknitter - Gurken-Zitronen-Sirup 
Anna Antonia Herzensangelegenheiten - Chili-Rum-Punsch


Sonntag, 14. August 2016

Herrlich frischer Melonen-Feta-Salat

Liebe Soulfoodies,
bevor sich der Sommer endgültig aus dem Staub macht, muss ich euch unbedingt noch ein Rezept ans Herz legen. Ehrlich gesagt wartet es schon eine ganze Weile darauf, ins Soulfood-Archiv aufgenommen zu werden.
Zuerst entdeckt habe ich es nämlich vor zwei Jahren bei der lieben Küchenchaotin Mia.
Ich hatte gerade angefangen mit meinem Blog und war noch ganz neu unterwegs im Netz. Um Mia kam man damals gar nicht herum, so präsent war sie mit ihren tollen Rezepten.
Eins davon ist direkt von mir adoptiert worden: der Wassermelonen-Feta-Salat. Im Sommer 2014 habe ich ihn bestimmt an die 10x zubereitet, so lecker fand ich die Mischung aus frischer Melone und aromatischem Ziegenkäse. Dazu noch mein Lieblingskraut Thymian und es war Liebe auf den ersten Biss.
Auch 2016 wurden bereits so einige Kilogramm Melonen in diese Leckerei verarbeitet und deshalb darf das Rezept (ganz minimal abgeändert) nun endlich "offiziell" in die Soulfood-Küche einziehen. Ich bin gespannt, wie es euch gefällt.

Melonensalat mit Feta und Thymian

Melonensalat mit Feta

Zutaten:
  • 400g Wassermelone
  • 200g Honigmelone
  • 200g Galiamelone
  • 150g Feta (am besten schmeckt mir die Mischung aus Schaf- und Ziegenkäse)
  • frischer Thymian
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 TL Honig
  • 1 Msp. Senf (mittelscharf)
  • 1 Prise Salz
  • frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer

Entfernt so gut es geht die Kerne aus den Melonen und schneidet sie in mundgerechte Stücke. Wenn ihr angeben möchtet, könnt ihr einen Melonenlöffel verwenden und kleine Kugeln aus dem Fruchtfleisch stechen. Feta in grobe Stücke brechen.
Olivenöl, Zitonensaft, Honig, Senf und Salz miteinander verrühren und über die Melonenstücke gießen.
Kurz durchziehen lassen, dann Thymianblättchen und Feta untermischen und kurz vor dem Essen mit Pfeffer bestreuen.
Nichts ist einfacher als dieser köstliche Salat, den ich ähnlich wie Mia gerne pur genieße, der aber auch zu jedem Grillabend passt und einfach mal etwas anderes ist.
Nun hoffe ich sehr, dass es der Spätsommer gut mit uns meint und noch ganz viele Melonensalate angerührt werden.

Habt einen schönen Sonntag - eure Janke

Melonensalat mit Feta

Donnerstag, 11. August 2016

Kokos-Pancakes mit Mirabellen

Eigentlich hatte ich für heute einen hochsommerlichen Melonensalt vorbereitet. Mitte August kann man davon ausgehen, dass der fantastisch zum Wetter oder gemütlichen Grillabenden passt.
Pustekuchen! Heute morgen hatten wir 6°Grad! SECHS! Im Erzgebirge soll es Bodenfrost gegeben haben!
Da kann ich hier schlecht mit kühlen Melonen und Grillfleisch um die Ecke kommen. Menno!
Mit dem Sommer ist aber auch nicht einfach dieses Jahr. Ja, ich weiß, wenn es zu heiß ist, meckere ich auch, aber einstellig darf es dann gerne erst im November werden.
Also, was tun? Zuerst einmal empfehle ich dicke Socken - die bunt gestrickten von Oma wärmen am besten.
Und dann lade ich euch ein, mein heutiges Kälte-Notfall-Rezept nachzukochen.
Das hilft garantiert gegen alle Wolken, schlechte Laune und kalte Ohren. Außerdem müsst ihr für die Zubereitung an den warmen Herd. Also Kuscheldecke kurz weg und im Nu mit einem Teller voll leckerem Seelenfutter wieder darunter kriechen.

Kokos-Pancakes mit Mirabellen

Buttermilch-Pancakes von Jankes Soulfood





 

Sonntag, 7. August 2016

Pommes mit Feta

Liebe Soulfoodies,
heute habe ich eine Leckerei für euch, die es in den letzten Wochen tatsächlich schon mehrfach bei uns gab. Beim ersten Ausprobieren war ich sofort begeistert, beim zweiten Mal gelang das Rezept nicht ganz so gut, aber inzwischen habe ich meine liebste Variante gefunden. 
Es gibt Pommes. Fritten. Heiß ja - fettig nein, denn wir sprechen von Ofenpommes.
Als kleiner Kartoffeljunkie bin ich absolut begeistert von dieser Art der Zubereitung.
Am liebsten esse ich meine Pommes mit einem großen Berg Salat. Ja, richtig gehört - Salat. Mit Sauerrahm-Dressing und frischen Kräutern. Der kalte Salat, das frische, säuerliche Dressing und dazu die Kartoffeln - für mich ein absoluter Hochgenuss, man hat so seine Macken.
Und wie es mit dem Bloggen so ist, man tauscht sich aus und freut sich auf Facebook über seine Portion Fritten und am Ende bekommt man einen erstklassigen Tipp, den ich heute gerne an euch weitergebe.
Meine liebe Bekannte Julia aus Berlin schrieb als Reaktion auf mein Ofenpommes-Fotos: 
Probier die unbedingt mal mit Feta!
Das hatte sie in London bei "the grilling greek" gegessen und war mehr als begeistert. Was soll ich sagen? Ich liebe Feta und konnte ihn mir sofort als Ersatz für meinen Salat vorstellen - das will etwas heißen.
Julia, herzlichen Dank für die Inspiration, hoffentlich sind wir bald mal wieder gemeinsam in London, dann geb ich dir eine Portion aus!

Ofenpommes mit Feta
"The Grilling Greek London Style"

Ofenpommes mit Feta

Sonntag, 31. Juli 2016

Zucchini-Quiche

Ihr Lieben, 
ich habe euch Zucchini-Rezepte versprochen und halte mein Wort. Tatsächlich bleibt mir auch gar nichts anderes übrig, denn die Zucchini stapeln sich gerade im Hause Soulfood. Es war vorauszusehen und zum Glück sind wir ihrer noch nicht überdrüssig geworden.
Heute habe ich euch eine wunderschöne Gemüsequiche mitgebracht. Das Auge isst hier definitiv mit, zumindest ging es mir so beim Verspeisen der bunten Zucchini-Rosen.
Beim Teig habe ich etwas experimentiert. Momentan versuche ich Eier einzusparen und auch wenn ich Mürbeteigrezepte ohne Ei kenne, empfinde ich diese oft als zu trocken oder bröselig.
Bei meiner Zucchini-Quiche habe ich das Ei im Teig einfach durch eine Portion Leinsamen ersetzt. In Verbindung mit Wasser quillt dieser ein wenig auf und gilt als zuverlässiger Eiersatz.
Da ich Leinsamen gerne im Brot esse, konnte ich mir das gut vorstellen und war am Ende positiv überrascht. 
Die drei Eier in der Füllung habe ich auf zwei reduziert. Auf 4 Portionen aufgeteilt ergibt sich somit ein halbes Ei pro Esser. 
Wenn ihr noch andere, praxiserprobte Vorschläge habt, wie man Eier in herzhaften Teigen und Füllungen ersetzen kann, postet oder mailt mir gerne eure Erfahrungen.

Zucchini-Quiche

Zucchini-Rosen-Quiche