Warum gutes Tomatenmark und Ajvar so kostbar sind

11. September 2014

Heute geht es weiter mit dem nächsten Beitrag meiner kleinen Einkoch-Reihe.
Seit einigen Jahren ziehen wir Paprika im Garten und diese Woche wurde die erste Ernte zu Ajvar verarbeitet.

Ein festes Rezept für dieses leckere Paprikamus hatte ich bisher nicht, deshalb habe ich alles akribisch für euch aufgeschrieben. 
Natürlich richten sich die Mengen immer nach der Ernte und Größe der Paprika.
Dieses Jahr haben wir kleine Herzpaprika, die eher etwas süßlich schmecken und ungarische Rosenpaprika, die teilweise richtig scharf sind.
Eine tolle Mischung für Ajvar!

Unsere Ernte ergab vorerst 1,6kg von denen entkernt, geröstet und geschält knapp die Hälfte (800g) übrig blieb... 
Fertig eingekocht habe ich 3 Gläser à 220g rausbekommen und einen kleinen Rest zum sofort genießen übrig behalten.
An dieses Ergebnis darf man während der Arbeit nicht denken, mich persönlich frustriert das immer etwas. Dabei reduziere ich die Masse gar nicht mal sooooo sehr ein, wie ich es aus anderen Rezepten kenne.

Ajvar 2014


Jankes*Soulfood

Zutaten:
  • 1600g frische Paprika
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 EL Tomatenessig
  • Salz & Pfeffer
  • 1 Prise Zucker
  • etwas getrocknete Chili ( Pulver)
  • etwas getrockneten Thymian

Jankes*SoulfoodMeine Paprika habe ich gewaschen, entkernt und in der Hälfte aufgeschnitten auf zwei Bleche mit Backpapier gelegt. Darauf achten, dass die runde Seite nach oben liegt.

Im vorgeheizten Backofen auf 200°C ca. 20-30 Minuten rösten, bis die Schale dunkel wird und Blasen wirft.
Paprika dann in eine Schüssel schütten und mit einem Deckel oder Alufolie abdecken.
So kann die Hitze nicht entweichen, die Paprikahälften schwitzen und wir können später die Schale ganz leicht abziehen.
Das Warten und Auskühlen lohnt sich also definitiv :)

Die geschälten Paprika zusammen mit der klein gewürfelten Zwiebel, den Knoblauchzehen und dem Olivenöl in einem Topf andünsten. Sobald das Gemüse etwas Brühe zieht, mit Salz, Pfeffer, Zucker und den Kräutern würzen und abgedeckt ca. 40 Minuten bei kleiner Hitze einköcheln lassen.
Nach 20 Minuten den Tomatenessig ergänzen.

Wenn sich die Paprikastücke leicht zerdrücken lassen, wird zum Schluss alles cremig püriert und in heiß ausgespülte Twist-off oder Weck-Gläser gefüllt.
Bei 90°C für 20 Minuten im Einkochautomaten einwecken.

Wer keinen Automaten hat, findet hier beim Apfelmus eine Anleitung zum Einkochen im Backofen.

Der fertige Ajvar schmeckt pur zu Fleischgerichten, verfeinert Soßen, Gulasch oder Haschee und kann mit Frischkäse und Softtomaten zu einem leckeren Brotaufstrich werden.

Ein echter Allrounder also, der in der Zubereitung zwar Zeit kostet, aber auch vielfältig einsetzbar ist.
Wie seine Tomatenmark-Schwester sollte guter Ajvar deshalb nicht zu günstig sein, wenn ihr Qualität auf dem Teller haben wollt.

Aber vielleicht macht ihr ja auch einfach euren eigenen :) Gutes Gelingen dabei und Liebe Grüße - Eure Janke

Jankes*Soulfood


Kommentare:

  1. Oh, ich liebe Ajvar!
    Das esse ich gern zu Cevapcici, aber bisher habe ich es immer fertg gekauft.
    Das werde ich mal versuchen nachzuzaubern, lieben Dank für das Rezept :)

    Liebe Grüße
    Yasmin
    ‪#‎BloKoDe14‬

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    1. Dankeschön für deinen lieben Kommentar, Yasmin ♥

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  2. Das klingt ja richtig lecker, ich liebe herzhafte Brotaufstriche! Den ersten Arbeitsschritt mit dem Häuten der Paprika nutze ich häufig für eingelegte Paprikafilets. Einfach im Ofen häuten und danach mit viel Olivenöl und Knoblauch marinieren. Schmeckt auch lecker zu Gegrilltem oder einfach pur :-)

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    1. Mmmmhhh... lecker :-) Das wiederum habe ich noch nicht gemacht. Vielen Dank für die Anregung, liebe Anke ♥

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  3. Vielen Dank für das tolle Rezept.
    Natürlich ist es immer ein wenig traurig wie wenig nach der ganzen Arbeit übrig bleibt.
    Aber so weißt du was drin ist und es schmeckt bestimmt 1000x besser als gekauft.
    Als kleines Geschenk ist das bestimmt auch eine schöne Idee.

    Viele Grüße
    Sabrina

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    1. Da hast du Recht, liebe Sabrina... wenn man weiß, was drin ist, schmeckt es immer viel viel besser.
      Liebe Grüße zurück

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  4. Jössas! ein geschmeidiges Paprikamus selbstgemacht. Das erinnert mich an meine selige Schwiegermama, bei ihr fand man immer ein Glas im Vorratsschrank. Schönen Sonntag, Claudia

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    1. HA! Stimmt, das wäre auch etwas für dein Blogevent gewesen.... :-)
      Dir auch einen schönen Sonntag, liebe Claudia ♥

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  5. Oh wow! Und auch noch aus selbstgezogenen Paprika, das liest sich wirklich mehr als gut. Dich trifft mein akuter kulinarischer Neid!
    Meine Paprikapflanze rang sich Anfang des Sommers eine Miniaturschote ab und verharrt seitdem in Schockstarre. ;)
    Liebe Grüße & ganz lieben Dank für dein Kommentar zum #‎BloKoDe14‬ auf meinem Blog Lesehunger

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    1. Oh, ich freu mich, dass du vorbei geschaut hast, liebe Shermin ♥
      Und sei nicht traurig wegen der Paprika... wenn du ihr gut zuredest klappt es bestimmt im nächsten Jahr :-)
      Liebe Grüße

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  6. Ein tolles Rezept, manche Dinge, die man eigentlich nur aus dem Regal kennt, sich so einfach selbst Herzustellen, dass es schon fast wieder gruselig ist. Viele Grüße, Jassy

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